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Mehr als Operieren

Leistenbruch

Beim Leistenbruch ist der sogenannte Leistenkanal die Schwachstelle der Bauchwand. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Bei den Männern ziehen die Hodengefäße und der Samenleiter durch diesen Kanal, bei Frauen ein Aufhängeband der Gebärmutter. Ist dieser Kanal aus verschiedenen Gründen zu weit, kann sich zusätzlich Bauchfell durch diese Lücke hindurchdrücken, was dann als schmerzhafte Schwellung zu tasten sein kann.

Für den Patienten macht sich dieses durch Schmerzen (besonders bei Belastung), ein Fremdkörpergefühl oder nur durch die sichtbare Vorwölbung bemerkbar.

Wie wird operiert?

Ziel der Operation ist die Verkleinerung und Stabilisierung dieser Lücke, so dass sich neben den natürlichen Strukturen das Bauchfell nicht mehr herausdrücken kann. Um dieses zu gewährleisten gibt es verschiedene Verfahren, die je nach der klinischen Konstellation zu empfehlen sind.

Shouldice-Operation

Bei der sog. Shouldice-Operation wird über einen Schnitt die Schwachstelle freigelegt. Anschließend wird mit einer sehr speziellen Nahttechnik das körpereigene Gewebe mit mehreren Nähten die Lücke eingeengt bzw. verschlossen. Da das Gewebe entsprechend kräftig sein muss, eignet sich diese OP-Technik eher für jüngere Patienten (< 25 Jahre).

Lichtenstein-Operation

Chirurgie Leistenbruch
Netzlage in der Leiste

Bei der Lichtenstein-Operation wird ein flexibles Spezialnetz zum Verschluss der Lücke eingebracht. Der Eingriff wird ebenfalls über einen Schnitt in der Leistenregion durchgeführt.

TAPP-Verfahren (transabdominelle präperitoneale Netzimplantation)
TEP-Verfahren (total extraperitoneal präperitoneal Netzimplantation)

Bei der minimal invasiven Operation („Schlüssellochmethode“) wird ebenfalls ein Spezialnetz zur Abdichtung eingesetzt. Die Darstellung erfolgt jedoch von innen. Über insgesamt 3 kleine Inzisionen (Einschnitte) wird unter videooptischer Darstellung das Bauchfell aus der Lücke herausgelöst und diese weitüberlappend mit dem Netz verschlossen.

Was sollte nach der Operation beachtet werden?

Bei den offenen OP-Verfahren ist in der Regel eine etwa 6-wöchige Einschränkung für eine schwere körperliche Arbeit gefordert.

Bei der minimal invasiven Operation („Schlüssellochmethode) kann bereits nach 2 Wochen uneingeschränkt belastet werden.

 
 

  

Weitere Patienten-Informationen zum Leistenbruch:

 http://leistenbruchhilfe.de/ 

lifestyle.t-online.de: Was steckt hinter dem Leistenbruch?

  

SCHNELLAUSWAHL

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