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Abteilung für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie - WirbelsäuleWirbelsäuleneingriffe Infektion der Wirbelsäule (Spondylitis, Diszitis)Eine Infektion an der Wirbelsäule kann unterschiedlich entstehen. Mögliche Ursachen können ein infizierter Shunt bei einem dialysepflichtigen Patienten ebenso sein wie eine Infektion im Rahmen einer Infusionsbehandlung, im Rahmen eines Diabetes mellitus oder bei einem abwehrgeschwächten Patienten im Rahmen einer Tumorerkrankung. Prinzipiell kann jede Infektion, die sich irgendwo im Körper abspielt, durch eine Aussaat der Bakterien über die Blutbahn zu einer lokalen Absiedelung im Bandscheibenraum führen. Folge sind starke Schmerzen in dem betroffenen Wirbelsäulenabschnitt, die fast immer mit einer hochgradigen Bewegungseinschränkung einhergeht. Obwohl die häufigsten Lokalisationen die Halswirbelsäule, die untere Brustwirbelsäule und die Lendenwirbelsäule sind, können auch alle anderen Bereiche betroffen sein. Diagnostik Bei schleichend beginnenden oder schlagartig einsetzenden Rückenschmer- zen werden zunächst konventionelle Röntgenaufnahmen des schmerzenden Wirbelsäulenabschnittes veranlasst. Beim geringsten Anhalt für eine Spondylitis oder Spondylodiszitis muss eine kernspintomographische Untersuchung (MRT) durchgeführt werden. Nur mit dieser Untersuchung lässt sich eine entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule von degenerativen Veränderungen oder einer Tumorerkrankung differenzieren. Sobald die Diagnose einer Spondylitis oder einer Spondylodiszitis gestellt wurde, muss der Patient bei einem in der Wirbelsäulenchirurgie erfahrenen Chirurgen vorgestellt werden. Dieser wird dann entscheiden, ob eine konservative Behandlung mit Antibiotika möglich oder ob eine Operation erforderlich ist. Therapie Wenn der entzündliche Prozess so weit fortgeschritten ist, dass eine Antibiotika-Behandlung nicht mehr erfolgversprechend ist, muss die erkrankte Bandscheibe - gleich ob an der Hals-, der Brust- oder der Lendenwirbelsäule - mit den entzündlich veränderten Wirbelkörperanteilen vollständig entfernt werden. Da sich die Erkrankung immer von der Bandscheibe ausgeht, muss die Operation immer von vorne erfolgen. Am Hals geschieht das über einen kurzen Hautschnitt an der linken Halsseite. An der Brustwirbelsäule muss, wie bei einer Lungenoperation, der Brustraum zwischen den Rippen eröffnet werden. An der Lendenwirbelsäule erfolgt ein Hautschnitt meist an der linken Flanke oder von vorne zwischen dem Nabel und dem vorderen Beckenknochen. Mit den heute gebräuchlichen Operationsverfahren lässt sich fast immer mit diesem einen Eingriff eine so gute Stabilität herstellen, dass eine zweite Operation von hinten nicht mehr notwendig ist.
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Chirurgische Klinik
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